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Mein FrOSCon Samstag 2013

Wie in den Jahren zuvor habe ich die FrOSCon auch diesmal nur an einem Tag, dem Samstag, besucht. Dennoch hat sich die Anreise wieder ausdrücklich gelohnt. Die Konferenz hat nicht nur mit interessanten Speakern und einem exzellenten PHP-Track aufgewartet, sondern hat es auch einfach gemacht, sich mit anderen Open Source-Enthusiasten und -Projekten auszutauschen. Der Rahmen stimmt einfach.

Im folgenden möchte ich ganz kurz über die Sessions berichten, die ich besucht habe. Ich war fast durchgängig im PHP-Raum zu Gast, habe aber auch einen Blick über den Tellerrand gewagt und zwischen den Talks ausreichend Zeit gefunden, um mich bei Kaffee oder Mate mit netten Leuten auszutauschen.

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Barcamp Karlsruhe 2012 - Nachbericht

In einer Session beim Barcamp Karlsruhe

Am Wochenende war Barcamp in Karlsruhe in den Räumen von CAS Software bzw. im großen Zelt im Innenhof, das sich als erstaunlich brauchbar erwies. Etwa 200 Teilnehmer sorgten dafür, dass die 6 Sessionräume durchgängig ausgelastet waren. Natürlich waren unter den vielen Session auch einige dabei, die mich ganz besonders interessierten.

Sessions

Johannes Volk stellte das CMS Pimcore, das ich selbst vor einiger Zeit schon einmal getestet habe und über das ich seitdem viel Gutes gehört habe. In der Tat ist die aktuelle Version von Pimcore einen erneuten Blick wert. Ein Test dieses flexiblen Systems, das auf dem Zend Framework aufbaut, steht jetzt weit oben auf meiner Todo-Liste.

Thomas Witzenrath brachte mich dazu, noch am Sonntagabend eine eigene Owncloud zu installieren. Owncloud ist ein Dropbox-Ersatz, der komplett auf dem eigenen Server läuft. Ich hatte das schon eine Weile vor, schwankte bisher aber zwischen Owncloud und Sparkleshare. Bisher macht Owncloud einen guten Eindruck, aber vielleicht teste ich auch Sparkleshare einmal.

Unterhaltsam und auch lehrreich war das "Urherberrechtsquiz" von Astrid Christofori. Es zeigte sich wieder einmal, dass dieser Themenbereich so komplex ist, dass selbst Nutzer mit langjähriger Interneterfahrung mit ihrer Einschätzung nicht immer richtig liegen.

David Heidt hielt einen sehr inspirierende Session darüber, wie mit nginx und naxsi eine Web Application Firewall aufgebaut werden kann. Sah gar nicht so schwer aus und ist jedenfalls ein Anreiz, sich mit nginx und den weiteren Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Von Joachim Eckert erfuhr ich einiges über das Yii-Framework für PHP, über das ich immer wieder stolpere. Es bringt einige sehr interessante Ansätze mit, die vermutlich auch die Symfony2-Entwickler inspiriert haben. Persönlich halte ich weiterhin Symfony2 für das momentan beste PHP-Framework, aber Yii kommt schon recht nahe ran. Und angeblich soll es demnächst einen kompletten Rewrite von Yii geben.

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Mapping Wiesbaden: Feldherrnviertel

Screenshot der OSM-Karte
Das Wiesbadener Feldherrenviertel auf Openstreetmap

Ich wohne im Wiesbadener Westend, genauer im Feldherrnviertel und lerne hier immer wieder neue, versteckte Ecken kennen. Was liegt also näher, als diese Ecken, aber auch ganz Offensichtliches wie Gebäude und Straßen bei Openstreetmap einzuzeichnen? Dank detaillierter Luftbilder und gutem Schuhwerk ist das einfacher denn je. Es folgt ein kurzer Bericht aus meiner Mapper-Praxis.

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Geotag-Plugin für Serendipity überarbeitet

Das Geotag-Plugin für Serendipity zeichnet Blogartikel auf Landkarten unterhalb des Beitrags oder in der Seitenleiste ein. Beim Verfassen kann ein Blogger einen Artikel mit den Geo-Koordinaten seines Aufenthaltsortes versehen (so genanntes Geotaggen). Diese Position wird anschließend auf einer kleinen Karte angezeigt. Nützlich ist diese Funktion ist beispielsweise für Reiseblogs.

Weniger Fehler, mehr Funktionen

Leider hatte das Plugin zuletzt einige Bugs, die zum Teil aus Schnittstellenänderungen von Google Maps resultierten. Grischa hat sich das Plugin vorgenommen und vorgestern eine neue Version eingecheckt, die die meisten Bugs behebt und sogar tolle neue Features mitbringt.

Allerdings berichtete Grischa von Problemen mit der Kartendarstellung in der Seitenleiste. In den Kommentaren zu seinem Artikel kam außerdem der Wunsch auf, neben Google Maps auch Karten von Openstreetmap einzubinden. Zum einen unterliegen letztere einer Creative Commons-Lizenz, zum anderen hat Google vor kurzem Zugriffsbeschränkungen für seine Kartenschnittstelle eingeführt. Leichtfertig kommentierte ich, dass ich mir das ja mal ansehen könnte. Als passionierter Openstreetmapper und Geocacher liegt mir das Thema eben am Herzen ;-)

Gesagt, getan. Der Aufwand war allerdings größer, als ich erwartet hatte. Zum einen lief das Plugin noch mit dem Google Map Javascript API in Version 2, die aber schon sein 1,5 Jahren als deprecated eingestuft ist und in absehbarer Zeit abgeschaltet werden wird; also habe ich den Code auf Version 3 umgestellt. Zum anderen habe ich Openstreetmap mithilfe der OpenLayers-Bibliothek eingebunden, die nicht gerade simpel zu benutzen ist. Sie ist andererseits zwar sehr mächtig, aber ich habe für das Plugin nur einen kleinen Teil ihrer Fähigkeiten benötigt. Doch nun ist es geschafft: Meine aktualisierte Version 1.26 habe ich gerade hochgeladen, sie dürfte in Kürze für alle verfügbar sein.

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Maptales: Geschichten erzählen mit Landkarten

Landkarten sind eine uralte Form der Datenvisualisierung. Auf thematischen Karten können selbst komplizierte Sachverhalte sehr anschaulich und überraschend einfach erklärt werden, wie ihr alle sicher noch aus dem Erdkunde-Unterricht wisst. Historische Entwicklungen lassen sich auf Karten ebenfalls wunderbar nachvollziehen, wie die hervorragende Arte-Sendung "Mit offenen Karten" seit Jahren beweist. Jetzt soll das auch im Internet gelingen: Maptales heißt ein neuer Online-Dienst, mit dem sich sehr leicht karten-basierte Geschichten (map-based stories) erstellen lassen.

Was genau unter dem Begriff der map-based stories zu verstehen ist, begreift am schnellsten, wer die beiden Beispiel-Stories von Homers Odyssee oder Jules Vernes In 80 Tagen um die Welt durchklickt. Chronologische Ereignisse sind räumlich auf einer Weltkarte verortet und können wie in einer Slideshow durchgeblättert werden. Bei Bedarf ist jeder Schritt mit einem kurzen Begleittext versehen. Die Events sollten im Idealfall Teile einer großen Geschichte sein, die sich dann durch Ort und Zeit verfolgen lässt.

Um den Dienst zu testen, habe ich eine Maptale erstellt. Alle bisherigen Spieltage von Waldhof Mannheim in der laufenden Regionalligasaison sind im folgenden möglichst akkurat und ortsgenau erfasst ;-)

Jedem Spiel ließen sich noch weitere Inhalte beifügen, z.B. Spielberichte, Fotos oder Videos. Allerdings sind die Eingabefunktionen von Maptales noch recht rudimentär, Textformatierungen sind nicht möglich. Ich habe außerdem etwas üben müssen, bis ich die richtigen Orte gefunden und markieren hatte. Ein einfacher Datenimport, z.B. aus CSV-Daten oder aus Google Docs, hätte mir das Anlegen der Spieltage deutlich erleichtert. Nichtsdestotrotz: Maptales funktioniert bereits in der aktuell noch sehr frühen Version.

Ich kann mir interessante Anwendungen vorstellen, auch und gerade für (tages-)aktuelle Geschehnisse. Mir schwebt dabei so eine Art Storify mit Landkarten vor, auf denen Journalisten, Blogger oder auch Lehrer ihre Geschichten eintragen.

Oder nehmen wir die Visualisierung der Todesopfer rechter Gewalt in der Zeit: teilweise mit Maptales bereits machbar. Fehlen noch Filterfunktionen und ein Play-Button (und überhaupt die Anreicherung mit weiteren Daten). Wenn dann noch die Bedienung vereinfacht und die Ortssuche verbessert wird, ist Maptales ein wunderbares Tool für alle, die sich die Aussagekraft von Landkarten zu Nutze machen möchten.

Die Kartendaten von Maptales stammen übrigens aus der Openstreetmap, werden durch CloudMade aufbereitet und mittels der äußerst hilfreichen Javascript-Bibliothek Leaflet geladen. Eigene Kartenstyles, z.B. mit eigenen Farben, lassen sich auf diese Weise sehr einfach erstellen und abrufen; Maptales bietet das aber (noch) nicht an. Ich als großer Kartenfan und aktiver Openstreetmapper wünsche Maptales jedenfalls noch jede Menge schöne, neue Features und viel Erfolg.

PS: Ich hätte auch meinen letzten Urlaub per Maptales nacherzählen können. Oder warum nicht gleich Maptales als tägliches Fahrtenbuch? Tourdaten von Bands? Wenn ihr noch mehr Ideen habt oder Maptales gleich ausprobiert, würde ich mich über die entsprechenden Hinweise bzw. Links in den Kommentaren sehr freuen.

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