Rückblick aufs Barcamp Ruhr 3

Posted by Matthias Gutjahr • Monday, March 22. 2010 • Category: Deutsche Beiträge

Bitte LEISE!Zum dritten Mal hat im Essener Unperfekthaus (Uph) das Barcamp Ruhr stattgefunden, und für mich war es immerhin der zweite Besuch eines der entspanntesten Barcamps Deutschlands. Entspannt hauptsächlich wegen der souveränen Planung - 1000 x Danke, Stefan!!! - und der stressfreien Umgebung des Uph, wo auch Getränke- und Kaffeeversorgung jederzeit sichergestellt sind. Weil das Wochenende rundum alles andere als unperfekt war, gibt's hier auch keine Barcamp-Metadiskussion, sondern lediglich ein kurzes Feedback zu den von mir besuchten Sessions (gehalten habe ich diesmal keine) und einigen weiteren Umständen.

Zu letzteren möchte ich das neue Session-Modul von mixxt zählen, das erstmals im Vorfeld dieses Barcamps eingesetzt wurde. Statt wie bisher per Eintrag ins Wiki konnten Sessionvorschläge in ein dediziertes Formular eingetragen und so in einer Liste veröffentlich werden. Dadurch werden die Sessions übersichtlicher dargestellt und wie mir schien auch aussagekräftiger beschrieben. Dies war möglicherweise ein Effekt dessen, dass registrierte Nutzer für oder gegen einen Vorschlag abstimmen konnten. Abgesehen davon, dass das Voting am Ende wenig aussagekräftig war, fand ich auch das Negativ-Voting überflüssig. Das, liebes mixxt-Team, dürft ihr in der nächsten Version einfach weglassen - und sichert das Voting bitte etwas besser ab; es ließen sich da mit einfachen Mitteln (Firebug, curl) fast beliebige Werte eintragen (ähem) ;-)

Ebenso gelungen, aber ebenso noch in der Testphase befindlich war der Sessionplan mittels Timetabler.de. Fast immer aktuell und sowohl auf mobilen Endgeräten als auch auf meinem Netbook übersichtlich wurden hier die Sessions im bewährten Grid angezeigt. Das Tool hat durchaus das Zeug dazu, sich zum Standard bei Barcamps zu entwickeln, wenn es denn auch weiterentwickelt wird. Diese beiden Beispiele zeigen auch, dass die Community immer weiter an der Verbesserung und Optimierung von Abläufen arbeitet, die auch Barcamps zu Stolpersteinen werden können.

Nun aber noch einige Worte zu den Sessions, an denen ich teilhaben durfte. Jonathan Weiss gab einen Überblick über die momentan angesagten NoSQL-Datenbanksysteme. Für mich ein perfekter Einstieg in eine Thematik, mit der ich mich erst seit kurzem befasse. Kore Nordmann, bekannt aus der PHP-Community, vertiefte im Anschluss unser Wissen über CouchDB, eine der zurzeit populärsten NoSQL-Datenbanken. Nach meiner Mittagspause gönnte ich mir die Diskussion über die Wechselwirkungen über Social Web und Ehrenamt, ohne jedoch für mich ein aufschlussreiches Fazit daraus ziehen zu können. Die entsprechenden Verbände gehen das Thema sehr unterschiedlich an und tasten sich momentan langsam vor, wobei der Erfolg stark von der jeweiligen Zielgruppe abhängt. Könnte die Open Source-Community da als Vorbild taugen? Meinen Samstags-Abschluss stellte schließlich die jetzt schon legendäre Chatroulette-Session dar, in der wir u.a. Colin aus Labrador etwas genauer kennenlernten ;-)

Der Sonntag begann mit einer Kurzvorstellung und einem Brainstorming zu Thinkshot, einer neuen Ideenplattform, die gerade erst im Entstehen ist, aber möglicherweise einiges Potenzial mitbringt. Im Anschluss dann in kleiner Runde ein von Ingo Wichmann angeleiteter Austausch über OpenStreetMap, der mir wieder ein paar neue Seiten und Tools näherbrachte. Weiter ging es mit einer Session zu TYPOlight von Marie und Jan, das ich am besten einfach lokal mal installiere, um es besser kennenzulernen. Den Abschluss machten zwei plattformübergreifende Frameworks für die Entwicklungs mobiler Apps mittels Javascript: Appcelerator Titanium und PhoneGap. Beides sehr interessante Ansätze, die ich bei Gelegenheit ausprobieren werde.

Das soll es hier auch schon gewesen sein. Bleibt nur zu hoffen, dass es 2011 dann ein Barcamp Ruhr 4 geben wird.

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Session: Git

Posted by Matthias Gutjahr • Sunday, March 29. 2009 • Category: Deutsche Beiträge

Serverside Locking, Clientside Merging, Distributed (Darcs, Mercury, Git, Monotone, etc.): Zustand des Repositories als Verkettung von Patches. Ein Vorteil: Man kann auch offline arbeiten. Gute Delta-Compression, Garbage Collection, Mehr-Protokoll-Fähigkeit (Git Protokoll, SSH, HTTP, ...). Tools: gitweb, gitosis. Da ich ja schon mit git gearbeitet habe, fällt mir gerade wieder auf, dass es schon ein sehr schönes System ist. Und Github scheint definitiv einen Test wert zu sein, zumal es für Open Source-Projekte kostenlos ist.

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Session: Internetnutzung von Blinden

Posted by Matthias Gutjahr • Sunday, March 29. 2009 • Category: Deutsche Beiträge

Ein mobiles Braille-Zeilen-Anzeigegerät kostet mal locker 7.000 €, was in Deutschland von Krankenkassen bzw. Rentenversicherung bezahlt wird. Open Source-Screenreader NVDA, unter Linux vor allem Orca. Als Browser sind lynx/links am nächsten dran an der Art und Weise, wie auch Blinde Webseiten nutzen.

Gerade haben wir JAWS mal was vorlesen lassen, das war schon recht schnell und viel Information auf einmal - nur was für geübte Nutzer. Offenbar gibt es sogar Möglichkeiten, OCR in Screenreadern zu nutzen. Wir testen jetzt mal die BarCamp-Seite bei mixxt.de auf ihre Tauglichkeit, müssen nun aber schon zum Ende der Session kommen.

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Session: Unit Testing mit PHPUnit

Posted by Matthias Gutjahr • Sunday, March 29. 2009 • Category: Deutsche Beiträge

Frank Sons von www.modix.de stellt uns das altbekannte PHPUnit von Sebastian Bergmann vor und erzählt uns generell über Unit Testing. Nach eigener Ankündigung nutzt er auch viele Beispiele von Bergmann. Nunja ;-)

Es können prinzipiell Komponenten-, Akzeptanz- und Nicht-funktionale Tests durchgeführt werden. Unit Tests haben Grenzen bei Integration von fremden Systemen, DB-Abfragen (Stichwort: Mock-Objekte), daher muss der Code schon sauber gekapselt sein. Klassisches Beispiel: Kontostand, der nicht unter 0 fallen darf. Tipp: @assert in den DocBlock, dann erstellt phpunit ein Test-Skeleton. Andersherum kann man sich auch aus einfachen Tests simple Basisklassen generieren lassen.

Best Practices: Ein Test für jeden Testfall; ein Test nach dem anderen; Grenzfälle betrachten; auf Fehler und Exceptions testen; auch mit validen Daten testen; (nur) das testen, was Bugs verursachen kann (z.B. keine Getter/Setter); Teste früh und oft; Bugs: Test schreiben, dann fixen; Code ist fertig, wenn Tests durchlaufen; KISS!

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Session: OpenID mit Zend Framework

Posted by Matthias Gutjahr • Sunday, March 29. 2009 • Category: Deutsche Beiträge

Mit Dennis Winter von den Rheinschafen diskutieren wir nun über OpenID und ZF. Gleich mal ein paar Probleme: OpenID 2.0 wird nur in Draft 11 unterstützt, noch nicht die Final; kein Attribute Exchange z.B. Manche entscheiden sich dafür lieber für die PHP4-Library von JanRain. Vorteile: Storage-Möglichkeiten für Daten in der DB zwischen einzelnen Requests, SREG-Unterstützung. Lebhafte Diskussion im Anschluss ;-) Aber eigentlich sind wir uns einig, dass Zend_OpenId die Lösung für PHP5 und OpenId ist, sobald es endlich die Version 2.0 voll unterstützt.

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