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BBQ-Map: Eine Grill-Landkarte

Der Sommer war viel zu kurz, aber trotzdem gab es in den vergangenen Wochen noch einige gemütliche Grillabende. Was aber, wenn Sonntag ist und kein Grillgut zur Hand? Oder noch schlimmer, kein Grill? Dann gibt es immer noch öffentliche Grillplätze und neuerdings auch Grillgutautomaten. Ich habe so einen Grillgutautomaten in der Nähe auch schon ausprobiert und habe begeistert getwittert:

In der darauf folgenden Diskussion kam die Idee auf, eine Karte mit Grillgutautomaten zu erstellen. Natürlich kenne ich nicht alle dieser Automaten, und ob man die Daten dieses oder ähnlicher Verzeichnisse einfach so verwenden, ist fraglich (man könnte in der Tat mal dort anfragen). Aber glücklicherweise ist auch die OpenStreetMap-Community auf die Idee gekommen, diese Daten zu sammeln.

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API-Dokumentationen mit ApiGen erstellen

Warum eigentlich API-Dokumentationen?

Eine gute Dokumentation ist wichtig für jedes Projekt, egal ob es sich dabei um ein von der Community entwickeltes Open Source-Tool handelt oder um eine für einen Kunden geschriebene Software. Eine API-Dokumentation erleichtert es Entwicklern, neu ins Projekt einzusteigen oder sich einen Überblick über alle relevanten Teile des Projekts zu verschaffen.

Ein weiterer Vorteil von API-Dokumentationen ist, dass sie sich schnell und automatisch generieren lassen. Dieser Schritt kann in den Build-Prozess integriert werden, so dass immer eine aktuelle, ggf. auch versionierte Dokumentation vorliegt. Sie sind sozusagen der leicht erfüllbare Mindeststandard für eine Dokumentation.

Denn, seien wir ehrlich, eine API-Dokumentation erklärt und veranschaulicht nicht (das machen Codebeispiele und handgeschriebene Dokumentationen), sondern ist eher eine Art Nachschlagewerk. Durch die immer besseren Funktionalitäten von IDEs verliert es sogar mittlerweile an Bedeutung. Ich persönlich schaue nur selten in einer API-Dokumentation nach, wenn ich das Projekt schon in meiner Entwicklungsumgebung vorliegen habe. Your mileage may vary ;-)

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Zeit Online Content API und xkcd - Mein Hack vom Wochenende

Vor elf Tagen hat die Zeit Online mit einem kleinen Hackday ihr Content-API gelauncht. Die Zeit Online ist damit wohl die erste deutsche (Wochen-)Zeitung, die eine solche Programmierschnittstelle anbietet. International bieten z. B. der britische Guardian, die New York Times und USA Today einen ähnlichen Zugang zu ihren Inhalten an. Eine ausführliche Liste findet sich hier.

Da ich a) leider nicht beim Hackday in Berlin dabei sein konnnte und b) keine Idee für einen "Hack" hatte, hatte ich zunächst nur etwas mit dem API Explorer herumexperimentiert. Mein erster Eindruck war durchaus positiv, und bereits in den ersten Tagen wurden die ersten Apps geschrieben, die auf die Inhalte der Zeit zugreifen. Gelungene Beispiele sind etwa diese Visualisierung von Zeit-Artikeln auf einer Weltkarte oder diese Autorensuche in Sozialen Netzwerken.

xkcd-Comic
Der Original-Comic, cc by-nc Randall Munroe
Kurze Zeit später spülte mein Feedreader dann diesen Comicstrip herein, gezeichnet von Randall Munroe für seinen populären und genialen Webcomic xkcd. Im "Calendar of Meaningful Dates" zeigt die Größe eines Datums an, wie häufig es in englischsprachigen Büchern seit dem Jahr 2000 genannt wurde. Als Quelle gibt Munroe den Google Books Ngram Viewer an, mit dessen Hilfe sich übrigens auch Abfragen über deutschsprachige Bücher durchführen lassen.

Mir war sofort klar, dass sich ein solcher Kalender mit dem Zeit API nachbauen lassen müsste - und das sogar mit "Live-Daten". Also habe ich mich in den letzten Tagen zwischendurch daran gemacht, diese Idee umzusetzen. Die Anwendung, die auf Symfony2 basiert, fragt im Hintergrund (per Cronjob) bei der Zeit nach Artikeln, die ein Datum - z. B. "23. Mai" - enthalten, und speichert die Anzahl der Treffer. Anhand dieser wird nun die Kalenderdarstellung berechnet. Natürlich werden die Resultate gecachet, um die Server der Zeit zu schonen ;-) Und so sieht das Ergebnis aus, das unter http://calendarofmeaningfuldates.sperrobjekt.de/ zu finden ist:

Screenshot

Das ist natürlich nicht ganz so hübsch wie der handgezeichnete xkcd-Comic, dafür aber aktueller. Fährt man mit der Maus über ein Datum, wird rot die zugehörige Anzahl der Treffer angezeigt. Ein Klick leitet auf die Suchergebnisse bei Zeit Online weiter. Warum dort dann jeweils etwas mehr Treffer erzielt werden, kann ich nicht nachvollziehen; das Verhältnis der Daten untereinander scheint aber zu stimmen. Weil die Anwendung eben ein schneller "Hack" ist, sind solche Kleinigkeiten IMHO zu verschmerzen.

Die Ergebnisse sind übrigens auch ganz interessant: Am häufigsten genannt wird der 1. Januar, wie überhaupt der erste und letzte Tag jedes Monats häufiger auftaucht als die übrigen Tage. Drei Daten stellen eine Ausnahme dar: Der 17. Juni, der 20. Juli sowie der 11. September. Letzterer tritt auch im Original groß hervor. Der 17. Juni war bis zur Wende der Tag der Deutschen Einheit, und das Archiv der Zeit reicht ja zurück bis 1946. Aber was ist mit dem 20. Juli? Hat jemand für dieses Datum eine Erklärung? Mir ist bisher noch keine überragende Begebenheit für diesen Tag eingefallen.

Hier geht's direkt zum Calendar of Meaningful Dates - German ZEIT Edition.

Der halboffene Haushalt

Visualisierung des Bundeshaushalts auf offenerhaushalt.de

In The state of mapping APIs wirft Adam DuVander einen Blick auf die wichtigsten momentan verfügbaren Mapping APIs (vergisst dabei aber OpenLayers!). Er stellt fest, dass es immer einfacher werde, Karten zu erstellen, dass es aber immer noch zu schwierig sei, an die Daten heranzukommen, um die Karten mit sinnvollen Informationen anzureichern.

In diesem Zusammenhang weist er auch darauf hin, dass es immer noch zu kompliziert sei, so genannte Choroplethenkarten aus Datenquellen zu erstellen. Was ein Choroplethenkarte ist, musste ich erst einmal nachschlagen. Im Prinzip sind das eingefärbte thematische Karten, auf denen beispielsweise Landkreise nach Häufigkeit bestimmer Eigenschaften unterschiedlich eingefärbt werden, wie sie auch dpa Regiodata anbietet. Da kommt dann auch wieder die Open Government-Bewegung ins Spiel.

Denn was bringt uns das beste Toolkit, um solche Karten einfach und schnell erstellen zu können, wenn wir an die zugrundeliegenden Daten gar nicht herankommen? Welche Probleme das Fehlen der Daten mit sich bringt, zeigt ein aktuelles Projekt auf. Unter OffenerHaushalt wird der Bundeshaushalt schön visualisiert und interaktiv bis auf die einzelnen Posten heruntergebrochen erfahrbar gemacht. Einen Haken hat die Sache aber, denn:

Die von OffenerHaushalt.de verwendeten Daten entstammen der Webseite des Bundesministeriums der Finanzen. Leider stehen die Haushaltsdaten nicht in einem offenen, maschinenlesbaren Datenformat zur Verfügung. Wir mussten daher auf einer maschinelle Auswertung der angebotenen HTML-Dokumente ("screen scraping") zurückgreifen.

Das ist schon ganz schön bitter und der Qualität der Daten nicht gerade förderlich. Immerhin stellt das Projekt die so gewonnenen Daten in maschinenlesbarer Form zur Verfügung, so dass sie auch von Dritten weiterverarbeitet werden können. Ich würde ja gern auch die Länderhaushalte sehen oder den Bundeshaushalt als multi-level pie chart. Eine freie Library, die so ein Diagramm erzeugen kann, habe ich aber noch nicht gefunden. Mal weitersuchen ...

Freier Routing-Dienst von MapQuest

Mapping ist ja einfach nur ein Hobby von mir. Seit ich vor einigen Jahren die Community-betriebene Openstreetmap entdeckt habe, faszinieren mich die unterschiedlichen Facetten dieses Themenkomplexes ungemein. Regelmäßig lese ich einige Mapping-Blogs, unter anderem OpenGeoData. Dort wurde gestern ein Hinweis auf ein neues, offenes Routing-API von MapQuest gepostet. Routing und Navigation waren bisher eigentlich immer so die Punkte, die ich als noch zu jung und experimentell und meist für den Praxiseinsatz unbrauchbar empfand. Das könnte sich nun ändern, denn der frei zugängliche Routingdienst von MapQuest setzt im Hintergrund auf Daten der Openstreetmap.

Interessehalber habe ich die Dokumentation mal überflogen und dieses Beispiel minimal abgewandelt, um den Dienst testen zu können. Funktionert 1A! So sieht das Ergebnis aus (bitte auf "Route berechnen" klicken)

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